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Buchtipps

Erinnern Sie sich noch an „Bären füttern verboten“, das erste Buch von Rachel Elliott? Da geht es um eine Freerunnerin, die nach 30 Jahren plötzlich mit einem Trauma in ihrer Vergangenheit konfrontiert wird.

Schon lange wollte ich mal wieder einen Roman von Ingrid Noll lesen. Ich schätze ihre Ironie und die verschleierte „Boshaftigkeit“, die in ihren vor allem weiblichen Figuren steckt. Umso mehr habe ich mich über ihren neuen Roman  „Tea Time“ gefreut.

„Das glückliche Geheimnis“ will uns Arno Geiger enthüllen: Und ich bin gespannt. Seit langem ließ der Autor nichts von sich hören, da stürze ich mich doch begeistert auf ein neues Buch von ihm. Schon auf der ersten Seite wird das Geheimnis gelüftet, es geht um seine jahrzehntelange Quellensuche in den Altpapiercontainern Wiens. Was er da fand, bei seinen frühmorgendlichen Streifzügen, wurde gelesen, verkauft, verwertet, gesammelt und wieder weggeschmissen.

Kein Atlas, sondern ein Bildband, der zu Recht den Titel „Gesichter der Erde“ trägt. Landschaften und  Menschen; großformatig farbfotografiert von Michael Martin. Ein großartiges Buch, das alles zeigt, was es zu bewahren gilt. Kostbar!

Dr. Anton Pirlo hatte es nicht immer leicht im Leben. Als Sohn eines türkischen Clans-Vorstands, der in Frankfurt viele Fäden in Händen hielt, brach er vor Jahren den Kontakt zu  seiner Familie ab und nahm eine neue Identität an.

Die Geschichte von Robert Baines beginnt mit einem Paukenschlag: Elf Jahre ist er, als der Sohn eines britischen Armeeoffiziers seine bisherige Heimat Libyen und seine Mutter verlassen muss, um in England ein Internat zu besuchen. Dort erhält er auf Wunsch seines Vaters Klavierunterricht. Die Klavierlehrerin, die bald sein musikalisches Talent erkennt, fördert den Jungen aber nicht nur als Musiker, sondern verstört ihn zutiefst.

Celeste Ng hat sich mit „Kleine Feuer überall“ und „Was ich euch nicht erzählte“ in die Herzen vieler Leserinnen und Leser geschrieben. Ihr kühler, und doch empathischer Schreibstil, ihre kluge Kritik an der amerikanischen Wohlstandsgesellschaft, in der sie verankert ist und die ihr doch als Kind chinesischer Eltern einen Blick von außen ermöglicht, machten sie international zur gefeierten Bestsellerautorin.

“Das Leben vor uns” ist ein Perestroika-, ein Wenderoman.

Wir schreiben das Jahr 1967 und Swinging London erlebt den sogenannten „Summer of Love“

„Lügen über meine Mutter“ erzählt von einer Familie in den 80er Jahren in der ständig das Gewicht der Mutter im Mittelpunkt steht. Der Vater macht das Übergewicht der Mutter für alles in seinem Leben verantwortlich, was nicht so läuft, wie er sich das vorstellt: die Beförderung, der soziale Aufstieg, die Anerkennung in der Dorfgemeinschaft. Sie selbst verausgabt sich und kümmert sich um alles.