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Buchtipps

Da ich situationsbedingt momentan viel Zeit mit meinen Kindern verbringe, wie wahrscheinlich viele andere Eltern auch, stelle ich diesen Monat ein Kinderbuch vor: „Charlie - Ein Schulbus hebt ab“ von Irene Zimmermann

Ottessa Moshfegh ist eine junge Autorin aus Boston mit kroatisch-persischer Abstammung. Ihr neuer Roman ist im Januar im Hanser Vlg. erschienen. Die 72-jährige Vesta lebt abgeschieden in einem Industrieort in Maine am Waldrand. Auf einem Spaziergang mit ihrem Hund findet sie einen mysteriösen Zettel auf dem steht: Sie hieß Magda. Niemand wird je erfahren wer sie ermordet hat. Ich war es nicht. Hier ist ihre Leiche.

Der Untergang der abendländischen, sprich österreichischen Kultur. Im einst mondänen Bad Regina.

Die 27jährige Hannah besucht ihre Großmutter Evelyne im mondänen Berliner Wohnstift regelmäßig, aber immer mit sehr gemischten Gefühlen. Die alte Frau ist durchaus rüstig und geistig rege, aber verbittert und sarkastisch. Als sie zufällig einen Brief  aus Israel bei ihr findet, der ein großes Erbe mütterlicherseits ankündigt, will Evelyne davon nichts wissen. Hannah beginnt zu recherchieren, vom jüdischen Teil ihrer Familie hatte sie bisher noch nichts gewusst. Sie gerät immer tiefer in eine Geschichte, die so nur im Deutschland des 20. Jahrhundert passieren konnte.

Oberkampf, so heißt ein Stadtviertel von Paris, benannt nach einem deutschen Industriellen. Hier zwischen Bastille und Republique spielt der Roman von Hilmar Klute.  Jonas Becker, der Protagonist, möchte hier sein Leben noch einmal neu starten. In Deutschland hatte er eine Agentur, vermittelte Künstler und Intellektuelle an Firmen. Das ist vorbei, genauso wie Seine Beziehung. Er möchte eine Biographie über Richard Stein schreiben, das ist ein von Ihm hoch verehrter , bohemienhafter Autor.

Der Kinderbuchautor Paul Maar blickt auf seine Jugend zurück und will damit sich und allen anderen erklären, wie alles kam. Dies ist ihm wahrlich gelungen, und noch viel mehr: Der Leser erfährt nicht nur von Paul Maars Kindheit bei den Großeltern in Obertheres und seinen Lausbubenstreichen. Er kehrt auch mit ihm zurück nach Schweinfurt zum von Kriegserfahrungen und vom Leben allgemein verbitterten, ungeliebten Vater. Aus der elterlichen Spießbürgerlichkeit und Kälte flieht er zur Familie seiner Jugendfreundin Nele, die in Schweinfurt ein Theater besitzt.

Die Investigativ-Journalistin Heloise Kaidan steckt in einer tiefen Krise. Ein angeblich stichfester Tipp zu einer politisch brisanten Story entpuppt sich als falsch und die Beziehung zu ihrem Geliebten steht auch deshalb auf Messers Schneide. Genau in diesem Moment bekommt sie Post von einer seit vier Jahren gesuchten Mörderin, die ganz Dänemark auf Trab hielt. Diese Anne zeigte sich damals nach getaner Tat ganz bewußt einer Kamera und ist seitdem verschwunden, obwohl man ihre  Identität feststellen konnte.

So harmlos das Buch von außen auch scheint. Lassen Sie sich nicht täuschen! Die Geschichte hat es in sich und hallt noch lange nach...

Die britische Autorin Tamsin Calidas erzählt die autobiografische Geschichte einer Frau, die mit ihrem Mann das laute, hektische London verlässt und auf eine kleine, abgeschiedene Insel der schottischen Hebriden zieht. Dort kaufen sie eine Farm und wollen sich ein selbstbestimmtes, autarkes Leben aufbauen. Tamsin fühlt sich sofort auf der Insel angekommen. Es ist „ihr Ort”, ihr Zuhause. Doch für das Paar gemeinsam läuft es nicht gut: ein schlimmer Unfall, sie kann  keine Kinder mehr bekommen, die Ehe zerbricht. Nun ist sie allein den Anfeindungen der Inselbewohner ausgesetzt.

Kinderbücher für alle von 6-12 Hier kommt unser Buchtipp in der Zeit Leo