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Buchtipps

Die Geschichte von Robert Baines beginnt mit einem Paukenschlag: Elf Jahre ist er, als der Sohn eines britischen Armeeoffiziers seine bisherige Heimat Libyen und seine Mutter verlassen muss, um in England ein Internat zu besuchen. Dort erhält er auf Wunsch seines Vaters Klavierunterricht. Die Klavierlehrerin, die bald sein musikalisches Talent erkennt, fördert den Jungen aber nicht nur als Musiker, sondern verstört ihn zutiefst.

Celeste Ng hat sich mit „Kleine Feuer überall“ und „Was ich euch nicht erzählte“ in die Herzen vieler Leserinnen und Leser geschrieben. Ihr kühler, und doch empathischer Schreibstil, ihre kluge Kritik an der amerikanischen Wohlstandsgesellschaft, in der sie verankert ist und die ihr doch als Kind chinesischer Eltern einen Blick von außen ermöglicht, machten sie international zur gefeierten Bestsellerautorin.

“Das Leben vor uns” ist ein Perestroika-, ein Wenderoman.

Wir schreiben das Jahr 1967 und Swinging London erlebt den sogenannten „Summer of Love“

„Lügen über meine Mutter“ erzählt von einer Familie in den 80er Jahren in der ständig das Gewicht der Mutter im Mittelpunkt steht. Der Vater macht das Übergewicht der Mutter für alles in seinem Leben verantwortlich, was nicht so läuft, wie er sich das vorstellt: die Beförderung, der soziale Aufstieg, die Anerkennung in der Dorfgemeinschaft. Sie selbst verausgabt sich und kümmert sich um alles.

Maria Barbal zählt zu den erfolgreichsten Stimmen der katalanischen Literaturszene. Sie wurde 1949 in den Pyrenäen geboren und lebt heute in Barcelona. Ihr Debüt „Wie ein Stein im Geröll“ wurde in 16 Sprachen übersetzt und zählt mittlerweile zu den modernen Klassikern.

Das „Casablanca“-Haus in der Nürnberger Südstadt widerspiegelt in bemerkenswerter Weise fünfzig Jahre alternative Soziokultur in der Noris: Die Rebell*innen der „68er“-Generation, Kinderläden, Wohngemeinschaften, Kommunen, Aktion „Kleine Klasse“, das „tak“-Theater am Kopernikusplatz, die Theaterkneipe „Destille“, die Crêperie „Yech’het Mad“, die Casablanca-Kinos, die Casa-Bar und das Kino mit Courage. Vieles entwickelte sich aus chaotischen Anfängen zu bleibendem Engagement.

Frankfurt, 1945. Im Bombenhagel ist von der Verlagsbuchhandlung ihrer Eltern kaum etwas geblieben, doch Ella Reichenbach beschließt, den Papiervorrat ihrer verstorbenen Mutter dafür zu verwenden, den Verlag wieder aufleben zu lassen.

„Not waving but drowning“ , ein Gedicht des britischen Dichters Stevie Smith, steht als Prolog vor Dörte Hansens neuen Roman „Zur See“, und diese Zeile leitet auch das letzte Kapitel ihres Buches ein. Es könnte der Nordsee gewidmet sein, „aber kein Mensch, kein Hund, kein Mond ist halb so treulos wie die See, die niemanden vermisst...Die sich so lieben lässt und keinen je zurückgeliebt hat."

Kioskbesitzer Armin versucht erfolglos zu meditieren, der Nachbarin von oben mangelt es an Schlaf, Hundebesitzer Pohl klagt über Angstzustände und Panikattacken. Alle vertrauen sich unserer Protagonistin an, beim Spazierengehen im Park und während langer nächtlicher Unterhaltungen auf der Treppe wird der Kummer aller Art nicht gelöst, aber er kommt zumindest ans Licht.