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ISBN/EAN: 978-3-462-00699-5
Einband: gebundenes Buch
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Erschienen am:
Sprache:
Deutsch
Umfang:
368 S.
Format (T/L/B):
3 x 21 x 13.5 cm

Hersteller:
Verlag Kiepenheuer & Witsch GmbH & Co. KG
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Man kann auch in die Höhe fallen

Roman, Alle Toten fliegen hoch 6

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Unser Tipp für Sie

Der von einem Schlaganfall aus der Bahn geworfene, mittlerweile in Berlin wohnende ehemalige Wiener Burgschauspieler flieht, kurz nachdem er den Kindergeburtstag seines Sohnes gründlich verdorben hat, zu seiner 86jährigen Mutter an die Ostsee. Er braucht dringend eine Auszeit und bietet ihr freundlich seine Hilfe in Haus und Garten an. Tatsächlich ist sie es, die ihn wieder aufrichtet.

Wunderbare Anekdoten spicken diesen autofiktionalen Roman, man lacht sich scheckig über so manche Theaterpanne, erfährt Tiefgründiges und Absurdes in den alltäglichsten Szenen. Voller Selbstironie erzählt Meyerhoff von seiner wunderbaren, schwierigen Familie und beim Lesen erfährt man auch immer wieder etwas von sich selbst.

Neben zahlreichen Szenen, bei denen ich beim Lesen laut auflachen musste, gefällt mir am besten eine Passage, wo die Mutter über ihr eigenes Leben reflektiert, das man als unglaublich traurig, manchmal grausam, aber auch reich und wunderbar ansehen kann. Eine glückliche Frau, und Joachim Meyerhoff hat ihr ein Denkmal gesetzt.

„Man kann auch in die Höhe fallen“ ist es der 6. Teil der Reihe „Alle Toten fliegen hoch.“ Er ist absolut empfehlenswert, auch wenn man die ersten fünf Bände nicht gelesen hat.

Beschreibung

Mit Mitte fünfzig zieht der Erzähler zu seiner Mitte achtzigjährigen Mutter aufs Land, um dort an einem Roman über das Theater mit dem Titel 'Scham und Bühne' zu schreiben. Es werden unvergleichliche, ereignisreiche Wochen, in denen er durch die Hilfe seiner Mutter aus einer tiefen Lebenskrise findet. Nachdem er in Wien von einem Schlaganfall aus der Bahn geworfen wurde, hofft Joachim Meyerhoff, durch einen Neuanfang in Berlin wieder Fuß zu fassen. Doch alles kommt anders als gedacht. Die neue Stadt zerrt an den Nerven und die künstlerische Arbeit als Schriftsteller und Schauspieler fällt ihm von Tag zu Tag schwerer. Auf der Geburtstagsfeier seines kleinen Sohnes ereignet sich ein Zwischenfall, der keinen Zweifel daran lässt, dass es so nicht weitergehen kann. Der Erzähler verlässt Berlin und zieht zu seiner Mutter aufs Land, die auf einem herrlichen Grundstück unweit vom Meer ein sehr selbstbestimmtes Leben führt. Mutter und Sohn sind sich immer schon sehr nah gewesen, aber diese gemeinsamen Wochen werden zu einer besonderen Zeit. Der Sohn klinkt sich ein in den Tagesablauf der Mutter, beginnt seinen Theaterroman und andere Geschichten zu schreiben und findet allmählich heraus aus Zorn und Nervosität, die ihn sein ganzes Leben begleitet haben.

Über Joachim Meyerhoff

Joachim Meyerhoff, geboren 1967 in Homburg/Saar, aufgewachsen in Schleswig, hat als Schauspieler an verschiedenen Theatern gespielt, unter anderem am Burgtheater in Wien, am Schauspielhaus in Hamburg, an der Berliner Schaubühne und den Münchner Kammerspielen. Dreimal wurde er für seine Arbeit zum Schauspieler des Jahres gewählt. 2011 begann er mit der Veröffentlichung seines mehrteiligen Zyklus 'Alle Toten fliegen hoch'. Seine Romane wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, zuletzt 2024 mit dem Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor.