Milena Michiko Flasar liest: Der Hase im Mond
Spätestens seit „Oben Erde, unten Himmel“ ist diese wunderbare Autorin vielen unserer Kunden bekannt. Nun hat sie einen Band mit poetischen Geschichten von Menschen veröffentlicht, unterspült von schwindenden Gewissheiten.
Milena Michiko Flašar erzählt von einem Schriftsteller mit Schreibblockade, der sich in eine Füchsin verliebt, von ehemals Liebenden, die aus Langeweile zu Voyeuren werden, von einer Frau, die rein medial vom Tsunami ergriffen wird, von zwei Freunden, die sich über einem ethischen Disput betrinken, oder einem passionierten Leser, dem erst der Bruder, dann die Frau auf völlig rätselhafte Weise abhandenkommen.
Vom Verdoppeln und Auflösen, Verschwinden und Wegträumen, von Fluchten und Ausflüchten handeln diese Geschichten. Die Handschrift der Autorin ist unverkennbar, der Rhythmus, die Wortwahl ihres besonderen Stils. Wie in ihren Romanen studiert Milena Michiko Flašar in diesen Erzählungen verschiedene Formen von Einsamkeit und unerfüllten Sehnsüchten, erweitert das literarische Feld jedoch humorvoll und spielerisch um eine neue surreal-phantastische Ebene
Milena Michiko Flašar, geboren 1980 in St. Pölten, hat in Wien und Berlin Germanistik und Romanistik studiert. Sie ist die Tochter einer japanischen Mutter und eines österreichischen Vaters. Ihre Romane »Ich nannte ihn Krawatte«, »Herr Kato spielt Familie« und »Oben Erde, unten Himmel« wurden mehrfach ausgezeichnet und in zahlreiche Sprachen übersetzt.
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