Mein Buchtipp im November: Johanna Sebauer, Nincshof

In einer Zeit, in der alle nach größtmöglicher Aufmerksamkeit gieren, glaubt ein Dorf an die Freiheit, die im Nicht-bemerkt-Werden liegt

Nincshof, ein kleines Dorf an der österreichisch-ungarischen Grenze, soll vergessen werden. So der Plan dreier Männer, die sich »die Oblivisten« nennen und raus wollen aus der hektischen Zeit. Wenn niemand mehr von ihnen weiß, können sie und das ganze Dorf in Freiheit und Ruhe leben. Laut Legende ist das in Nincshof schon einmal so gewesen. Ausgerechnet die alte Erna Rohdiebl soll dabei helfen, dass dieses Vorhaben gelingt, denn die drei Männer glauben, dass die alte Frau die Freiheit im Blut hat und daher genau die Richtige für ihre Bewegung ist. Erna Rohdiebl wiederum hat in ihrem langen Leben selten Dümmeres als die Idee zu verschwinden gehört, aber ihre Neugierde siegt. Abend für Abend poltern die Oblivisten an ihre Eckbank und plotten bei Speckbroten und Pusztafeigenschnaps ihr Verschwinden. Straßenschilder werden abmontiert, wichtige Feierlichkeiten abgesagt, lästige Fahrradtouristen vergrault. Alles scheint nach Plan zu verlaufen. Wenn da nicht die Neuen aus der Stadt wären. Ein turbulenter Sommer nimmt seinen Lauf!

Diese Lektüre hat mich immer wieder aufs Glatteis geführt, zum Lachen gebracht und mehrmals zu Wikipedia.....Ich empfehle Ihnen "Nincshof" als Heilmittel gegen Trostlosigkeit und Weltschmerz und lade Sie nochmals herzlich ein zur Lesung mit der jungen Autorin Johanna Sebauer während der Woche der unabhängigen Buchhandlungen.


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