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Buchtipps - Doris Höreth

Iglhaut ist die sympathische, aber etwas rauhbauzige Schreinerin, die im Hinterhof eines Münchner Mietshauses ihre Werkstatt hat. Dort kriegt sie, meistens unfreiwillig, die Geschichten ihrer Mitbewohner erzählt, obwohl sie eigentlich lieber ihre Ruhe hätte – mit ihrer verflossenen Liebe, ihrem kaputten Backenzahn, ihren komplizierten Eltern und ihrem Hund hat sie schon genug zu tun.

Die 11jährige Flora hat es nicht leicht, vor allem nicht mit sich selbst. Am liebsten haut sie vor ihren zahlreichen Problemen ab, und dabei trifft sie einmal in einer Gartenlaube auf eine alte Frau mit einer wunderschönen Eselin, die sie überraschender Weise sehr gerne mag. Dort, bei Mamou, einer Romi, findet sie einen Ort zum Untertauchen  und Wohlfühlen.

Sydney ist Freerunnerin und führt ein herrlich selbstbestimmtes, schönes, aber für herkömmliche Verhältnisse ziemlich chaotisches Leben. Ihr Familienleben bekam einen Knacks, als die Mutter im Urlaub verunglückte. Ausgerechnet an diesen Ort, den Strand von St. Ives, kehrt Sidney nach mehr als 30 Jahren zurück und wird dort mit ihrer bisher erfolgreich verdrängten Vergangenheit konfrontiert.

Drei Menschen auf der Suche nach ihrem Platz in der Welt: Sui, die mit 18 ausziehen will, Kai, ihr alleinerziehender Vater, den sie damit in eine Krise stürzt und ihre Mutter Miriam, doppelt so alt wie Kai, die als Künstlerin Weltruhm erwirbt und nie an ihrer Tochter interessiert war.

Hüseyin hat 30 Jahre lang in Deutschland schwer geschuftet und hart gespart, um sich in Istanbul eine Eigentumswohnung zu kaufen. Am Tag der Übernahme bekommt er einen Herzinfarkt und seine Familie reist nach Istanbul, um seiner Beerdigung beizuwohnen.

Bei der Einäscherungsfeier von Grandmére am Friedhof Père Lachaise schlägt Serges Tochter vor, gemeinsam nach Auschwitz zu fahren, und so reisen die Geschwister Popper gemeinsam nach Polen, um nach verschollenen Angehörigen zu suchen.

Ein bibliophiles Schmuckkästchen ist diese Märchenauswahl geworden, die sich streng an die letzte Originalausgabe der Brüder Grimm von 1857 hält. die alte Sprache betont die Tiefe der Geschichten, Julie Völks zauberhaft zarte, bunte Bilder bringen sie zum Leuchten, getuschte Vignetten illustrieren das Geschehen.

Eigentlich dürfte man so ein Buch im November nicht empfehlen: Es geht um den pensionierten Elektrofachverkäufer Walter Schmidt, der eines Morgens auf dem Weg zum Badezimmer über seine Frau stolpert, die dort auf dem Boden liegt, und alles was ihm spontan zu dieser verstörenden Situation einfällt, ist: „Wer kocht mir jetzt meinen Kaffee?“ Tatsächlich ist Barbara schwerkrank, w

Die Hildebrandts sind eine Pfarrersfamilie aus dem Mittleren Westen Amerikas. Ihre Geschichte wird auf über 800 unglaublich spannenden Seiten erzählt, wobei das erste Drittel des Romans an einem einzigen Tag spielt: Es ist der 23. Dezember 1971, und für Chicago sind Turbulenzen angesagt…

Dunkelblum ist ein fiktiver Ort im Burgenland an der Grenze zu Ungarn. Die Geschichte beginnt 1989, als die ersten DDR-Flüchtlinge hier über die plötzlich offene Grenze in den Westen flüchten.