Mein Tipp im August: Josephine Tey, Der letzte Zug nach Schottland

Von Zeit zu Zeit betätigt sich der eine oder andere Verleger als Goldgräber und eben wurde wieder eine fast vergessene Autorin ausgegraben, die wir Ihnen sehr gerne ans Herz legen: Ihr Name ist Elizabeth MacKintosh (1896-1952)  Insidern unter dem Pseudonym Josephine Tey bekannt: Eine angeblich spröde schottische Jungfer, die nur eine Handvoll Krimis hinterlassen hat, aber unter englischen Kriminalschriftstellern hohes Ansehen genießt.

Hier geht es um Alan Grant, einen schwer überarbeiteten Scotland Yard Inspektor, der beim Angeln in den Highlands Ruhe und Besinnung wiederfinden will. Als  der Nachtzug aus London am frühen nächsten Morgen sein Ziel erreicht, liegt im Nebenabteil eine Leiche. Noch versucht der unsensible Schlafwagenschaffner, den stark nach Whisky riechenden Körper des schönen jungen Mannes wachzuschütteln, aber für Alan Grant ist auf den ersten Blick klar, dass der Arme tot ist

Was auf den 1. Blick wie ein tödlicher Unfall aussieht, lässt Grant auch während der schönsten Angelpartien mit den nettesten Menschen Schottlands nicht los. In der zufällig mitgenommenen Zeitung des Unbekannten steckt ein handgeschriebenes Gedicht, das an der Identität des Opfers zweifeln lässt...

So löst der Inspektor ein Rätsel nach dem anderen und wir fiebern mit ihm. Nebenbei freuen wir uns über herrlich skurrile Charaktere,  den schwarzen Humor und die geschliffene Sprache der Krimiautorin.

erscheint am 27.7.23


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