Unser Tipp für Sie
Casey ist einunddreißig, hat 76 000 Dollar Schulden aus ihren Studienzeiten, einen miesen Job als Kellnerin, ein schäbiges Zimmer über einer Garage und nur eine Gewißheit im Leben, die ihr aber langsam abhanden kommt: Sie will schreiben. An ihrem ersten Roman arbeitet sie seit 6 Jahren, und er ist das einzige, was sie im Moment festhält, während sie immer mehr den Boden unter ihren Füßen verliert: Innerhalb kürzester Zeit ist nicht nur ihre Mutter gestorben, auch ihre Liebe ist plötzlich abgetaucht.
Lily King, die viele von "Euphoria" kennen, hat einen Roman über eine Schriftstellerin geschrieben. Das ist oft schreiend komisch, manchmal zutiefst berührend: wenn sie von der Zerrissenheit zwischen äußeren Erwartungen und ihren eigenen Träumen von einem anderen Leben schreibt. Und es zeigt eindringlich, dass Schreiben ein einsamer Prozess ist, im Gegensatz zur herkömmlichen Meinung, jedeR könnte doch ein Buch schreiben. Sehr empfehlenswert!
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Beschreibung
Von realen Ereignissen im Leben der berühmten Ethnologin Margaret Mead inspiriert, erzählt Lily King in diesem grandiosen, spannenden und sinnlichen Roman ebenso anschaulich wie klug von Besitz und Begierde, Entdeckung und Macht, Liebe und Herrschaft. Neuguinea, Anfang der 1930er Jahre. Drei junge Ethnologen - die schon berühmte und faszinierende Amerikanerin Nell Stone, ihr Mann Fen und der Brite Andrew Bankson - stoßen nach Jahren einsamer Feldforschung aufeinander und entwickeln eine leidenschaftliche Dreiecksbeziehung. Erschöpft von den Versuchen, etwas Verwertbares über die Stämme am Sepikfluss herauszufinden, gelangen die drei Forscher zu den Tam, einem weiblich dominierten Stamm mit ungewohnten Ritualen. Während sie immer tiefer in das Leben der Tam eindringen, werden auch ihre unterschiedlichen Wünsche und Interessen immer deutlicher, die erotische Anziehung zwischen Nell Stone und Andrew Bankson immer intensiver. Schließlich schreitet Fen zu einer dramatischen Aktion mit tragischem Ausgang für alle.
Über Lily King
Lily King, geboren 1963, lebt mit ihrer Familie in Maine. Für ihre Romane erhielt sie u. a. den New England Book Award for Fiction, den Whiting Writers? Award und den Maine Fiction Award. Euphoria wurde mit dem neu geschaffenen Kirkus Prize ausgezeichnet und von der New York Times unter die fünf besten literarischen Bücher des Jahres 2014 gewählt. Sabine Roth ist seit 1991 als Übersetzerin tätig. Zu den von ihr übersetzten Autoren gehören Jane Austen, Henry James, Agatha Christie, John Le Carré, V.S. Naipaul, Elisabeth Strout und Lemony Snicket.