Ferdinand von Schirach, Alexander
Alexander sitzt gerne mit seiner Angel, an der kein Angelhaken befestigt ist, an der Kaimauer und denkt über die Welt nach. Seit er seinen Vater, der ihm einst einen Elefant an die Wand seines Kinderzimmers gemalt hat, im Krieg verloren hat, ist er am liebsten allein. Der Krieg ist vorbei, sein Land ist zerstört und der Diktator wurde vom Volk vertrieben. Nun suchen die Menschen seiner Stadt nach guten Gesetzen, damit es nie wieder ein solch großes Unglück unter den Menschen gibt.
Alexander wird ausgewählt, nach diesen guten Gesetzen zu suchen. Er hat dazu nur sieben Tage Zeit. Tapfer macht er sich auf den Weg und lässt sich auf viele Fremde ein. Bei jeder neuen Begegnung erfährt er von einem Menschenrecht und kommt so Schritt für Schritt den Grundlagen der Demokratie auf den Grund.
Dieses warmherzige, schön gestaltete und illustrierte Kinderbuch wünsche ich jedem Kind. Der große Schriftsteller und Jurist Ferdinand von Schirach verrät, dass auch sein Vater einen Dschungel in sein Zimmer gemalt hat.