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Mein Buchtipp im April: Claudia Petrucci, Die Übung

Giorga und Filippo sind ein Paar, Mitte dreißig und leben in Mailand. Die beiden sind etwas lethargisch und unstet. Sie führen eine „seltsame“ Beziehung. „Ihre Träume sind verflogen.“ Giorga hat ihr Schauspielstudium abgebrochen und jobbt als Kassiererin in einem Supermarkt. Filippo führt widerwillig die Bar seiner Eltern.

Giorga hatte in der Vergangenheit schon mit psychischen Problemen zu kämpfen. Sie hat Halluzinationen und versucht ständig, „ihre Dämonen „zu unterdrücken“.

Irgendwann trifft sie ihren ehemaligen Regisseur, Mauro, wieder. Er bietet ihr eine Rolle in seinem neuen Stück Peter Pan an. Sie nimmt an.

Bei der Aufführung wird sie selbst zu Peter Pan. Sie hat paranoide Schizophrenie. Sie glaubt, sie könne fliegen, und versucht, aus dem Fenster zu springen.

Danach wird sie in eine psychiatrische Klinik eingewiesen und vegetiert vor sich hin. Niemand kann ihr so richtig helfen.

Da schmieden Filippo und Mauro einen perfiden Plan. Sie schreiben ein Script für Giorga und ihr Leben und wie sie als Person zu sein hat.

Ob das Ganze so funktioniert, wie die zwei sich das ausgedacht haben, sei mal dahingestellt. Wie weit werden die beiden, die hauptsächlich ihre eigenen Ziele verfolgen, gehen mit ihrer Manipulation?

Claudia Petruccis Debüt ist ein spannendes, faszinierendes Gedankenspiel um männlichen Größenwahn, brüchige Identitäten, Liebe, Psychose und Manipulation. Große Leseempfehlung!

 

 

 

Roma, Quartbuch
Einband: gebundenes Buch
EAN: 9783803133434
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Kategorie: Ortrud Mücka