Mein Buchtipp im Februar 2021: Der Tod in ihren Händen

Ottessa Moshfegh ist eine junge Autorin aus Boston mit kroatisch-persischer Abstammung. Ihr neuer Roman ist im Januar im Hanser Vlg. erschienen.

Die 72-jährige Vesta lebt abgeschieden in einem Industrieort in Maine am Waldrand. Auf einem Spaziergang mit ihrem Hund findet sie einen mysteriösen Zettel auf dem steht: Sie hieß Magda. Niemand wird je erfahren wer sie ermordet hat. Ich war es nicht. Hier ist ihre Leiche.

Aber es findet sich weit und breit keine Leiche. Also beschließt Vesta das Rätsel um Magda zu lösen. Sie recherchiert im Internet findet aber keine Antworten. Diese findet sie in ihrem Kopf, in ihrer Fantasie. Sie denkt darüber nach wer Magda gewesen sein mag, wie ihr Leben war und wer sie ermordet haben könnte. Die Lösung des Falls wird mehr und mehr zur Obsession für sie. Man fängt an sich zu fragen, was mit Vesta los ist, gibt es diesen Zettel wirklich, gibt es Magda überhaupt. Sind das Fantasien von Vesta, fantasiert sie ich da in irgendetwas rein, weil sie alleine im Wald lebt. Realität und Fiktion vermischen sich immer mehr.

„Der Tod in ihren Händen” ist keine klassische Kriminalgeschichte. Eher ein psychologischer Roman, eine Schauergeschichte über eine verstörende Frauenfigur, die herausfordert. Wer sich darauf einlassen kann wird mit Ottessa Moshfeghs Roman nicht enttäuscht.

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Moshfegh, Ottessa
Carl Hanser Verlag GmbH & Co.KG
ISBN/EAN: 9783446269408
22,00 € (inkl. MwSt.)