Meine Buchtipps im Juni zur langen Nacht der Rosen:
Claire Berest, Das Leben ist ein Fest. Insel Verlag, 22 €
Wer kennt sie nicht, Frida Kahlo, die mexikanische Malerin mit den markanten Augenbrauen. Die Ausnahmekünstlerin, Revolutionärin und Modeikone. Sie war wie ihre Kunst, bunt, leidenschaftlich und Grenzen überschreitend.
Im Fokus der Romanbiografie steht ihre expressive Beziehung zu Diego Rivera, den sie sogar zweimal geheiratet hat. Claire Berest gelingt ein eindrucksvolles Künstlerporträt. Selten war man Frida Kahlo so nahe.
Max Küng, Fremde Freunde. Kein & Aber, 25 €
Die Schweizer Jean und Jaqueline haben sich ein idyllisches Landhaus in Frankreich gekauft, in das sie zwei befreundete Familien für eine Woche einladen. Wobei befreundet eigentlich nicht das richtige Wort ist. Sie kennen sich mehr oder weniger über die Kinder. Schnell merken die Leserin und der Leser, dass es in den Beziehungen der Gäste heftig kriselt und dass die Gastgeber einen guten Grund für die Einladung haben. Außerdem geschehen merkwürdige Dinge, wie die tote Ratte in der Toilette oder der nachts voll aufgedrehte Schallplattenspieler. Was geht hier wirklich vor?
Max Küng schildert in „Fremde Freunde” mit spitzfindiger Ironie, wie Fremde im Urlaub nicht zu Freunden werden. Ein Sommerroman mit einer Prise Krimi, kurzweilig und intelligent. Bravo!