Mein Buchtipp im April: Lana Bastašić, "Fang den Hasen"
„Fang den Hasen” ist die Geschichte von Sara und Lejla. Sie waren grundverschieden und als junge Mädchen unzertrennlich. Lejla, die Schamlose, Unbändige. Sara, die besonnene Tochter des Polizeichefs. Eine ungewöhnliche Freundschaft in Bosnien. Nach dem Abitur zerbricht diese Freundschaft plötzlich. Sara geht nach Dublin und baut sich dort ein neues Leben als Lektorin auf. Lejla bleibt in der alten Heimat zurück, heiratet und jobbt als Kellnerin in einem Touristenlokal in Mostar. Nach 12 Jahren Funkstille meldet sich Lejla plötzlich bei Sara in Dublin. Sie bittet Sara zurückzukommen um sie nach Wien zu fahren, wo sie ihren, seit Jahren vermissten Bruder vermutet. Hier beginnt ein verrückter Roadtrip durch das zerrissene Jugoslawien der Nachkriegszeit, quer durch den Balkan nach Wien.
Lana Bastašić schreibt in einer wunderbaren Sprache. Manchmal derb und dann wieder sehr einfühlsam. Es ist die Geschichte in die Vergangenheit einer komplizierten Freundschaft, über Familie und die Suche nach der eigenen Identität.
Der Debütroman „Fang den Hasen“ wurde mit dem Literaturpreis der europäischen Union 2020 ausgezeichnet. Zu Recht!