Mein Buchtipp im August: Daniela Krien, Der Brand
Bücher von Daniela Krien lese ich nicht, ich inhaliere sie. So ging es mir schon mit „Irgendwann werden wir uns alles erzählen“, dem Roman über die deutsch-deutsche Wende, den ich 2011 gelesen habe. Mit „Die Liebe im Ernstfall“ gelang ihr 2019 der große Durchbruch, und auch mit ihrem neuen Roman wird sie viele Menschen erreichen.
"Der Brand" beginnt in Dresden: Ein gutsituiertes, seit 30 Jahren verheiratetes Ehepaar kann den geplanten Bergurlaub nicht antreten, da die Hütte, die als Domizil gedacht war, abgebrannt ist. Rahel, die Ehefrau, entscheidet spontan, einer Freundin ihrer Mutter die angeforderte Hilfe zuzusagen und gemeinsam mit ihrem Mann Peter für ein paar Wochen deren Bauernhaus und Tiere in der Uckermark zu hüten.
Was dann alles passiert und wie die Figuren sich entwickeln, möchte ich hier nicht verraten. Die eigentliche Handlung des Romans entsteht im Innersten seiner Protagonisten, und mir ist es beim Lesen oft so vorgekommen, als würde die Autorin alle meine Geheimnisse kennen und meine tiefsten Gedanken verstehen. Zufällig weiß ich, dass es vielen Menschen bei der Lektüre von Kriens Romanen ähnlich geht. Unbedingt lesen!