Mein Buchtipp im Februar: Nussaibah Younis, Fundamentalös

Nadja hat einen Doktor in Politikwissenschaften und schwört jedweder Religion ab, seit Sie ihr Zuhause in London und ihre streng muslimische Mutter zum Studium verlassen hat. Aus Liebeskummer nimmt Sie einen UN-Job im Irak an, der aufgrund ihrer Doktorarbeit erst geschaffen wurde: Sie soll IS-Bräute deradikalisieren, um diese bestenfalls in ihre Heimatländer zurückzuführen.

In Bagdad trifft sie im Rahmen ihres Projekts auf Sarah, die als 15jährige Vollpubertierende in den Irak geflohen war, um sich dem IS anzuschließen. In der wütenden jungen Frau erkennt sie sich selbst als Jugendliche wider, in ihrem Zorn, ihrer Radikalität und den Fragen, die sie der Gesellschaft stellte. Sie will Sarah unbedingt helfen, aber all ihre Anstrengungen scheinen zum Scheitern verurteilt zu sein.

Eine schreiend komische Auseinandersetzung mit einem großen Tabuthema unserer Zeit, zum Heulen schön geschrieben.


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