Mein Buchtipp im Februar: Rachel Khong, Real Americans

KiWi startet mit diesem Titel die Aktion Deutschland liest ein Buch | Kiepenheuer & Witsch– ein Grund für mich, mir den Roman genauer anzusehen:

Der Einstieg ist einfach und erinnert ein wenig an Billy Wilders Geheimwaffe „boy meets girl“. In New York trifft eine unbezahlte chinesische Praktikantin eines Werbemoguls während einer Sylvesterparty auf den stinkreichen Erben eines Pharmakonzerns. Sie verlieben sich und alles könnte so schön sein, aber die Herkunft, die Identität, die Eltern…

Im zweiten Teil des Romans lernen wir den Sprössling der beiden Liebenden kennen, der mit seiner Mutter weit weg vom Mainstream, fast ohne Internet und ohne Kenntnis seines Vaters aufwächst. Das kann natürlich nicht so bleiben, der Junge wird Fragen stellen.

Im dritten Teil nimmt die Geschichte richtig an Fahrt auf. Wir erfahren viel von der Mutter der Protagonistin, die als Wissenschaftlerin in der Genforschung arbeitet und ihre Kindheit und Jugend unter Mao Zedong verbrachte. 

Während dieser Lektüre habe ich unfassbar viel gelernt und nachgedacht. Ein streitbarer Titel über die Grenzen von Wissenschaft und Forschung, der fundamentale Fragen aufwirft. Sehr lesenswert!


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