Mein Buchtipp im Januar: Über die Heiterkeit in schwierigen Zeiten...

In seiner unvergleichlich charmanten Art zeigt Hacke, dass Heiterkeit eine durchaus ernste Sache ist, eine Lebenseinstellung sozusagen, die man sich erarbeiten müsse. Dazu bemüht er Schiller und Molière, zitiert Loriot, liest eigene Kolumnen vor und erwähnt auch meine geliebte Schriftstellerin Doris Knecht: Diese hatte während des Ukraine Krieges im Falter eine heitere Kolumne über ihre Lieblingsspeisen veröffentlicht. Auf solch vermeintliche Banalität hin angesprochen, antwortete sie ihrer Kritikerin sinngemäß: 'Wenn man sich seine heitere Lebensweise versagen würde, hätte Putin jetzt schon gewonnen'.

Hier ein Zitat zur Einstimmung, entnommen von der website des Autors:

 

„ … Dabei fällt mir eine alte Anekdote ein. Sie spielt im 17. Jahrhundert und handelt von einem Mann, der einen Pariser Arzt aufsucht, um ihm von seinen Gemütsverdunkelungen zu berichten und zu fragen, was sich dagegen unternehmen ließe. Der Mediziner sagt: ‚Was Ihnen fehlt, ist Heiterkeit. Sie dürfen sich nicht weiter hinabziehen lassen in diese Betrübnis, müssen sich freimachen, nach Ablenkung suchen. Da fällt mir etwas ein: Gehen Sie ins Theater! Dort läuft ein neues Lustspiel von Molière, eine Komödie. Gehen Sie dorthin. Lachen Sie! Das wird Ihnen helfen.‘

Worauf der Patient starren Blickes antwortet: ‚Herr Doktor, ich bin Molière.‘

 


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