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Mein Tipp im November 22: Celeste Ng, Unsere verschwundenen Herzen

Celeste Ng hat sich mit „Kleine Feuer überall“ und „Was ich euch nicht erzählte“ in die Herzen vieler Leserinnen und Leser geschrieben. Ihr kühler, und doch empathischer Schreibstil, ihre kluge Kritik an der amerikanischen Wohlstandsgesellschaft, in der sie verankert ist und die ihr doch als Kind chinesischer Eltern einen Blick von außen ermöglicht, machten sie international zur gefeierten Bestsellerautorin.

Mit „Unsere verschwundenen Herzen“ legt sie jetzt ihren radikalsten Roman vor, der eine amerikanische Gesellschaft zeigt, die nach der Pandemie und der Rezession zermürbt ist und dringend nach einem Sündenbock sucht, der diese Misere zu verantworten hat. Dieser Sündenbock ist China, ein Land, dessen Wirtschaft floriert. Nun tut man alles, um „die amerikanische Kultur“ zu bewahren, alles nicht Amerikanische im Land wird ausgemerzt und verfolgt.

In dem Roman geht es um eine Mutter, die ihre Familie verlassen muss, weil ihre Lyrik zum Zeichen des chinesischen Widerstands gegen das immer diktatorischer auftretende Regime benützt wird. Es geht um Zeichen und die Suche des zwölfjährigen Sohns nach seiner Mutter. Es geht um geschützte Räume, Bibliotheken, Solidarität und Grausamkeit. Kinder von auffällig gewordenen Asiaten können zwangsadoptiert werden, und auch Bird droht dieses Schicksal, was dessen Vater zu verhindern hofft.

Im Vorwort des Romans schreibt Celeste Ng: „Können wir eigentlich etwas bewirken? Wie können wir unseren Kindern beibringen, die Welt zu verbessern, wenn wir selbst es nicht geschafft haben?

Ein spannender Roman, der mich stark an Margaret Atwood, „Report der Magd“ erinnert hat.

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Kategorie: Doris Höreth