Mein Tipp im August Susanne Abel, Du musst meine Hand fester halten, Nr. 104

Wieder hat die Autorin ein Thema angepackt, das nach dem 2. Weltkrieg jahrzehntelang unter den Teppich gekehrt wurde. Es geht um Misshandlung, Missbrauch und Arzneimittelversuche an sogenannten Findelkindern, die nach dem 2. Weltkrieg in deutschen Kinderheimen unerträglich viel Leid erfahren mussten.

Die Geschichte handelt von Hardy und Margret. Hardy, der eigentlich Fritzi hieß, kam als 2jähriger ins Heim. Wegen seiner Sprachlosigkeit und den schrecklichen Erfahrungen, die er auf der Flucht erleiden musste, galt er als schwachsinnig. Die 10 Jahre ältere Margret kümmert sich um ihn und hört ein Leben lang nicht mehr damit auf. Auch sie hat schreckliche Dinge erlebt, die sie für ihr Leben geprägt haben. Ihre Tochter, ihre Enkeltochter und die Urenkelin, die in großen Schwierigkeiten steckt, ahnen davon nichts.

Ein weiteres wichtiges Thema ist der Analphabetismus von Hardy. Trotz seines unermütlichen Fleißes und seiner vielen Begabungen kommt er in der Gesellschaft nicht zurecht, ein Besuch beim Arzt oder bei der Bank wird für ihn zum unüberwindbaren Problem, sofort fällt er in seinen Hospitalismus zurück.

Das Buch packt einen von der 1. Seite an, man liest atemlos weiter, hofft und bangt mit seinen Heldinnen und Helden. Susanne Abel kann unfassbar gut über Verdrängtes und Verschwiegenes schreiben, was sie schon bei „Stay away from Gretchen“ und „Was ich nie gesagt habe“ bewiesen hat. Unbedingt lesen!

 


Bibliographie
Tipp
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Du musst meine Hand fester halten, Nr. 104
Susanne Abel
Du musst meine Hand fester halten, Nr. 104
Roman
EAN: 978-3-423-28392-2
Es gibt keinen Weg, der nicht irgendwann nach Hause führt Am Ende des Zweiten Weltkriegs wird mitten in Deutschland ein kleiner Junge gefunden, der nichts über sich selbst und seine Herkunft weiß. Sein Alter wird geschätzt, er bekommt den Namen Hartmut und wächst in einem katholischen Kinderheim auf, in dem viel Ordnung und noch mehr Zucht herrscht. Wer ist man, wenn man niemand ist?  Dort lernt er die etwas ältere Kriegswaise Margret kennen, die ihn Hardy nennt und schon im Heim zu beschützen versucht. Die beiden werden zu einer unverzichtbaren Stütze füreinander und beschließen, sich nie wieder loszulassen. Klug, einfühlsam und berührend erzählt Susanne Abel in ihrem neuen Roman von der lebenslangen Liebe zweier Heimkinder. Doch während sie mit aller Kraft versuchen, gemeinsam das Geschehene zu vergessen und ein normales Leben zu führen, werden die Folgen ihrer Vergangenheit auch für die nachkommenden Generationen bestimmend. Eindringlich und aufrüttelnd. Ein bewegender Familienroman über den Einfluss unserer Vergangenheit auf unsere Nachkommen. Die kleine Emily leidet unter dem hartnäckigen Schweigen ihrer Urgroßeltern Margret und Hardy, bei denen sie wegen des unsteten Lebenswandels ihrer Mutter aufwächst. Als Jugendliche beginnt sie schließlich, sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen. Wird es ihr gelingen, das Erbe der unverarbeiteten Traumata ihrer Familie endlich aufzubrechen? 'Susanne Abel schreibt unterhaltsame, sogar humorvolle Romane aus dem Elend, in das wir alle hineingeboren werden, ohne es uns aussuchen zu können. Chapeau!' stern 'Seit Tagen wechselten sich Schnee und Regen ab, und es war glatt. Deshalb musste jedes größere Kind ein kleineres an die Hand nehmen. Und so marschierten die Heimkinder in Zweierreihen im Dunkeln hinunter nach Drolshagen. Der Zug wurde angeführt von zwei größeren Jungs, die mit Marschtrommeln den Rhythmus vorgaben. Dahinter schritt die Oberin, gefolgt von den übrigen Nonnen. Anders als sonst nahm es an diesem 24. Dezember 1947 niemand mit dem üblichen Redeverbot so genau. Doch mit wem hätte Margret sprechen sollen? Der kleine Kerl neben ihr, von dem sie nur die Nummer und nicht den Namen kannte, war dafür zu dumm. Er rutschte aus und Margret konnte nur durch beherztes Zugreifen verhindern, dass er stürzte und am Ende auch noch sie zu Fall brachte. Du musst meine Hand fester halten, Nr. 104, ermahnte sie ihn. Der Kleine gab keine Antwort und setzte tapfer einen Fuß vor den anderen.'

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Tipp
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Was ich nie gesagt habe
Susanne Abel
Was ich nie gesagt habe
Gretchens Schicksalsfamilie - Roman, Die Gretchen-Reihe 2
EAN: 978-3-423-21892-4
Wer ist Familie? Nach dem Nr. 1-SPIEGEL-Bestseller Stay Away From Gretchen nun der zweite Roman der Ausnahmeautorin Tom Monderath ist frisch verliebt: Mit Jenny erlebt er die glücklichste Zeit seines Lebens. Bis er durch Zufall auf seinen Halbbruder Henk stößt, der alles über ihren gemeinsamen Vater wissen will. Doch Konrad starb vor vielen Jahren und seine demente Mutter Greta kann Tom nicht befragen. Als sich weitere Halbgeschwister melden, wird es Tom zu viel. Jenny und Henk hingegen folgen den Spuren Konrads. Selbst fast noch ein Kind, kämpfte Toms Vater im Krieg, geriet in amerikanische Gefangenschaft, bevor er in den späten 40er-Jahren nach Heidelberg kommt. Dort verliebt er sich Hals über Kopf in die junge Greta, nicht ahnend, dass ein Geheimnis aus der dunkelsten Zeit des Nationalsozialismus ihre gemeinsame Familie ein Leben lang begleiten wird. Ein spannender und berührender Roman über Liebe, Verlust, zweite Chancen und die Sprengkraft des Schweigens - sowie über trügerische Gewissheiten und die Frage, was Familie zusammenhält. 'Abel schreibt unterhaltsame, sogar humorvolle Romane aus dem Elend, in das wir alle hineingeboren werden, ohne es uns aussuchen zu können. Chapeau!' Stern 'Eine seltene literarische Perle. Die Geschichte von Toms und Gretchens Familie sollte Schullektüre werden!' WDR Alle Bände der Gretchen-Reihe: Band 1: Stay away from Gretchen - Eine unmögliche Liebe Band 2: Was ich nie gesagt habe - Gretchens Schicksalsfamilie Lesen Sie auch 'Du musst meine Hand fester halten, Nr. 104', den berührenden neuen Roman von Susanne Abel über die lebenslange Liebe zweier Heimkinder.

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Tipp
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Stay away from Gretchen
Susanne Abel
Stay away from Gretchen
Eine unmögliche Liebe - Roman, Die Gretchen-Reihe 1
EAN: 978-3-423-22014-9
Eine große Liebe in dunklen Zeiten Eine große Liebe in düsteren Zeiten - Susanne Abels SPIEGEL-Bestseller erstmals im Taschenbuch Ein aufsehenerregendes Debüt und ein generationenübergreifender Familienroman. Der bekannte Kölner Nachrichtenmoderator Tom Monderath macht sich Sorgen um seine 84-jährige Mutter Greta, die immer mehr vergisst. Als die Diagnose Demenz im Raum steht, ist Tom entsetzt. Bis die Krankheit seiner Mutter zu einem Geschenk wird: Erstmals erzählt Greta aus ihrem Leben - von ihrer Kindheit in Ostpreußen, den geliebten Großeltern, der Flucht vor den russischen Soldaten im eisigen Winter und ihrer Zeit im besetzten Heidelberg. Als Tom jedoch auf das Foto eines kleinen Mädchens mit dunkler Haut stößt, verstummt Greta. Zum ersten Mal beginnt Tom, sich eingehender mit der Vergangenheit seiner Mutter zu befassen. Nicht nur, um endlich ihre Traurigkeit zu verstehen. Es geht auch um sein eigenes Glück. Nichts ist für immer vergessen - Susanne Abel schreibt hochemotional, klug und einfühlsam 'Ein spannender Roman zu einem wichtigen, vergessenen Thema.' Elke Heidenreich in WDR 4 Buchtipps  'Dieser gut konstruierte Roman () erinnert daran, wie lang der Weg aus einem von Rassismus und Bigotterie geprägten Nachkriegsdeutschland war und welche Wegstrecke zu einer gerechteren Gesellschaft noch vor uns liegt.' Denis Scheck, ARD Druckfrisch Alle Bände der Gretchen-Reihe: Band 1: Stay away from Gretchen - Eine unmögliche Liebe Band 2: Was ich nie gesagt habe - Gretchens Schicksalsfamilie Lesen Sie auch 'Du musst meine Hand fester halten, Nr. 104', den berührenden neuen Roman von Susanne Abel über die lebenslange Liebe zweier Heimkinder.

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