Mein Buchtipp im Januar: Satu Rämö  Hildur, Die Spur im Fjord

November in Island ist nicht gerade kuschelig. Doch trotzdem geht Hildur, eine isländische Polizistin und die Leiterin der Vermisstenstelle im Westen der Insel, regelmäßig surfen. Die Kälte macht ihr nichts aus, im Gegenteil, sie bekommt den Kopf frei und denkt nicht ständig an das Schicksal ihrer Familie. Denn vor genau 20 Jahren sind ihre beiden kleinen Schwestern spurlos verschwunden.  Bis heute geht sie jedem noch so kleinen Hinweis nach, war  aber bis jetzt leider nicht erfolgreich.

Als in einer kleinen Feriensiedlung eine Lawine etliche Häuser unter sich begräbt,  finden Hildur und ihre Kollegen einen polizeibekannten Pädophilen, der allerdings schon vor dem Lawinenabgang ermordet wurde.  Und er wird nicht der einzige Tote bleiben. Hildur, der finnische Polizeipraktikant Jakob und ihre Kollegin Beta ermitteln fieberhaft . Doch es tauchen weitere Tote auf, die anscheinend alle etwas verbindet.  Und tatsächlich findet Hildur auch eine Spur zu ihren verschollenen Schwestern.

Die Geschichte baut sich langsam auf, gewinnt dann aber schnell an Fahrt und man wird in der zweiten Hälfte richtig mitgerissen. Man erfährt viel über die Menschen, die Geschichte des Landes und das Leben in der Kälte.

Auch wenn es kein richtiger Thriller ist, so fand ich diesen Auftakt zu einer neuen Trilogie sehr gelungen und ich freu mich auf die Fortsetzungen. In Island war dies einer der erfolgreichsten Bücher des letzten Jahres.


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