Mein Buchtipp im Mai: Peter Mohlin/ Peter Nyström, Der andere Sohn
Vor zehn Jahren verschwand in der kleinen schwedischen Stadt Karlstad eine junge Frau. Niemand fand bisher ihre Leiche und der einzig Verdächtige, ein junger Mann namens Billy, mußte mangels Beweise wieder frei gelassen werden. Nun wird der sogenannte Cold Case wieder aufgerollt. Die schwedische Polizei bekommt sogar Verstärkung aus den USA. John, der Halbbruder des Verdächtigen, verliess im Kindesalter zusammen mit seinem Vater Schweden und baute sich in den USA eine neue Existenz auf. Er ging zum FBI und wurde dort ein erfolgreicher Ermittler. Allerdings mißlang ein Undercover-Einsatz und er musste mit neuer Identität das Land verlassen. Er kehrt deshalb in seinen Heimatort zurück und versucht, diesen alten Fall zusammen mit der schwedischen Polizei zu lösen. Allerdings weiß diese nichts von seiner wahren Identität.
Schnell merkt er, dass sein Bruder tatsächlich unschuldig ist, aber trotzdem unter der Bevölkerung als Mörder gilt. Er trinkt, hat keinen Erfolg in seiner Arbeit und erzieht seine Tochter mehr schlecht als recht. John kommt dem Mörder immer näher, doch dann fliegt seine Tarnung auf und er muss sich aus dem Fall heraushalten. Und auch die Verbrecher, vor denen er aus den USA geflohen ist, sind ihm auf der Ferse.
Die beiden Autoren sind seit Kindesbeinen eng gefreundet. Der eine wurde Journalist, der andere Dramaturg. Zusammen haben sie einen unheimlich spannenden Krimi geschrieben, der einen sehr charismatischen Helden hat. Auf der einen Seite der „Lonely Cowboy“, auf der anderen sehr gut aussehend und eitel. Zusammen mit den Kollegen von der Polizei ein Team, von dem wir hoffentlich bald mehr hören werden.