Mein Tipp im April

Hans Roenfeldt, Die Farm der Mädchen

Rowohlt, 24.-€

Als die Polizei zu einem im Wald versteckten, totem und wohl gerade erst geborenem Baby gerufen wird, weiß die Kommissarin Hannah noch nicht, dass dieser Fall weit in ihre eigene Geschichte reichen wird. Von der Mutter fehlt noch jede Spur, aber eine zweite, hochschwangere Frau ist auf der Flucht und versucht verzweifelt, irgendwo eine sichere Bleibe zu finden. Sie weiß, dass die Männer, die hinter ihr her sind, zu allem in der Lage sein werden, um an ihr Kind zu kommen. Denn der einzige Grund, dass man sie  neun Monate gefangen hielt, ist der, dass ein reicher und politisch sehr einflussreicher Mann, der keine eigenen Kinder zeugen kann, ihr Baby gekauft hat. Und die Mafia-ähnliche Verbindung, die sie gefangen hielt, hat ihre Augen überall. 

Hannah weiß schnell, dass hinter dem toten Kind mehr als nur ein „normaler“ Fall steckt. Da sie gerade erst wieder den Dienst aufgenommen hat, nachdem sie ein Jahr wegen des Todes ihres Mannes pausiert hat, steckt sie all ihre Kraft in den Fall und kommt Dingen auf die Spur, die eigentlich für immer verschwunden hätten bleiben sollen.

Hans Rosenfeldt, der ja zusammen mit Michael Hjorth die genialen Krimis über Sebastian Bergmann geschrieben hat und als Drehbuchautor an der erfolgreichen TV-Serie „Die Brücke“ mitgewirkt hat, ist auf Anhieb als Solo-Autor ein hervorragender Thriller gelungen, bei dem man jetzt schon auf eine Fortsetzung hofft.


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