Mein Tipp im August: Tove Alsterdal, Nebelblau

Zu ihrem Leidwesen wurde Eira Sjödin wegen ihrer Schwangerschaft in den Innendienst versetzt. Da kommt es ihr doch gerade recht, dass Taucher bei einer nahegelegenen Brücke menschliche Überreste gefunden haben. Auch wenn diese wohl schon seit Jahrzehnten dort unten mit einem Anker fixiert gelegen haben, übernimmt sie diesen Coldcase und stößt bald auf Zusammenhänge, die sie tief in ihre eigene Familiengeschichte bringen.

Dieses Finale der Trilogie im Eira ist meiner Meinung nach das spannenste der drei Bücher. Bei ihren Nachforschungen findet sie relativ schnell heraus, dass der Tote ein amerikanischer Deserteur aus dem Vietnam-Krieg war, der sich in Schweden  versteckt hat. Allerdings wurden die jungen Männer nicht von allen Schweden akzeptiert und so wurden  ihre Namen an die CIA weitergegeben. Der Tote wurde mit einem Schuss hingerichtet und dann im Meer versenkt. Doch  wer hat ihn verraten und warum? Da dies in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft passierte und ihre Mutter im Alter des Toten ist, vermutet sie zu Recht, dass die beiden sich kannten. Doch ihre Mutter leidet an Demenz und die Dinge, die sie dazu sagt, verwirren Eira nur noch mehr.

Sie muss tief in die Geschichte ihrer Heimat und ihrer Familie eintauchen, um das Rätsel zu lösen. Die Krimis von Tove Alsterdal sind eigentlich eher ruhig, aber dieser Band ist bis zum Ende spannend und abwechslungsreich. Man muss die anderen beiden nicht unbedingt gelesen haben, um diesen Band zu verstehen. Auch wenn diese Trilogie nun abgeschlossen ist, so hoffe ich trotzdem, bald wieder von Alsterdal zu lesen!


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