Mein Tipp im Juli; Schorlau/Cajolo, Der Tintenfischer 

Venedig zu Zeiten von Corona: der Markusplatz menschenleer, die meisten Cafés haben geschlossen und auch die Einheimischen bleiben am liebsten zuhause. Als Commissario Morello mit seiner Kollegin Anna Klotze in der Stadt unterwegs ist, fühlt er sich hier zum ersten Mal etwas wohler, weit weg von seiner sizilianischen Heimat.

Doch genau in diesem Moment springt ein Flüchtling mit Selbstmordabsichten in einen Kanal. Seine Kollegin zögert nicht lange und rettet den jungen Mann aus Nigeria. Wie sich herausstellt, wollte er damit auf die verzweifelte Lage seiner Freundin aufmerksam machen, die in Sizilien von der Mafia zur Prostitution gezwungen wird, so wie viele andere junge Frauen auch. Doch weder seine Kollegen noch sonst jemand kümmert sich um ihn und seine Freundin. Deshalb beschließen der Commissario und seine Kollegin, auf eigene Faust in Sizilien zu ermitteln, und treten dabei der Mafia, aber auch seinen ehemaligen Kollegen in Sizilien gehörig auf die Füße. Allerdings unterschätzen sie deren Reichweite und bringen so nicht nur sich in Lebensgefahr.

 

Der zweite Fall des charmanten Kommissars, der seine sizilianische Heimat unter Morddrohungen verlassen musste und nach Venedig zwangsversetzt wurde, ist noch spannender und aktueller als der erste, der mir aber auch schon sehr gut gefallen hat. Vielen ist Schorlau mit seinen Dengler-Krimis ein Begriff, aber die Zusammenarbeit mit Claudio Caiolo ist eine wunderbare Ergänzung. Man kann dieses Buch auch gut ohne die Vorkenntnis des ersten lesen. Und wie ich vor kurzem erfahren habe, schreiben die beiden Herren bereits am dritten…!


Bibliographie
Tipp
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Der Tintenfischer
Wolfgang Schorlau
Der Tintenfischer
Commissario Morello ermittelt in Venedig, Ein Fall für Commissario Morello 2
EAN: 978-3-462-00101-3
Vom menschenleeren Venedig zurück nach Sizilien - Commissario Morello gerät in große Gefahr. Nach dem Nr. 1-SPIEGEL-Bestseller 'Der freie Hund' der zweite Fall in der Krimiserie von Wolfgang Schorlau und Claudio Caiolo Commissario Morello weiß, dass er in Sizilien nicht vor der Mafia sicher ist, der er immer wieder in die Quere gekommen ist - doch er muss alles versuchen, um eine junge afrikanische Frau zu retten. Bei der Ankunft in seiner Heimat wird er prompt verhaftet - und erkennt, welches Ausmaß Zynismus und Korruption in den staatlichen Behörden inzwischen angenommen haben. Markusplatz, Riva degli Schiavoni, Rialtobrücke - Venedig ist menschenleer in Zeiten von Corona. Commissario Morello, der aus Cefalù in Sizilien hierher versetzt worden war, hatte lange mit der Lagunenstadt und ihren Touristenmassen gehadert. Jetzt tritt die Schönheit Venedigs spektakulär hervor, doch Morello weiß nicht, ob er das wirklich genießen kann. Zusammen mit seiner Kollegin Anna Klotze ist er in der Stadt unterwegs, als sie einen jungen Mann, einen Flüchtling aus Nigeria, in den Canal Grande springen sehen. Anna kann ihn retten. Zu der Verzweiflungstat hat ihn das Schicksal seiner Freundin gebracht, die von der nigerianischen Mafia in Sizilien zur Prostitution gezwungen wird. Morello muss nach Sizilien, um die junge Afrikanerin zu befreien. Anna Klotze schließt sich ihm trotz seiner Bedenken an. Sie fahren aus Sicherheitsgründen mit einem Segelboot los und nehmen schiffsbrüchige Flüchtlinge auf. Sie legen in Marina di Palma auf Sizilien an - dort stehen trotz angeforderter Hilfe keine Krankenwagen für die entkräfteten Flüchtlinge bereit. Stattdessen wird Morello verhaftet

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