Sabine Hollermeier empfiehlt im Januar: Stephan Ludwig, Zorn – der Fall Schröder
Ein Mann stürzt sich vor den Augen seiner Tochter in den Tod und sagt ihr noch, dass sie sich an Kommissar Schröder wenden soll. Was sie auch tut. Kurze Zeit später werden zwei Männer ermordet, die beide einen Bezug zu dem Selbstmörder und zu Schröder haben. Zorn, der seinen Chef darüber informiert, trifft ihn vollkommen in sich gekehrt und desinteressiert vor. Und statt dass er sich wie sonst immer, in den Fall stürzt, zieht er sich immer mehr zurück und ist auch für Zorn bald nicht mehr erreichbar. Viele Indizien weisen darauf hin, dass Schröder auf alle Fälle in die Tötungsdelikte verstrickt sein muss. Zorn kann es nicht glauben, und lässt verschiedene Beweise verschwinden. Aber langsam spitzt sich die Lage zu und er muss mit Schröder dringend reden. Dass dabei Dinge aus seiner Jugend ans Licht kommen, die man gar nicht hören will und die sehr weh tun, ist das eine. Aber vielleicht liegen die Dinge doch nicht so, wie sie auf den ersten Blick scheinen.
Dieses Mal wird auf zwei Zeitebenen erzählt. Dadurch wird der Fall sehr spannend und nimmt Wendungen an, mit denen man nicht gerechnet hat.
Auch wenn man nicht alle oder vielleicht noch gar keinen „Zorn“ kennt, kommt man schnell in diesen abwechslungsreichen Krimi hinein und ist fast enttäuscht, dass man ihn so schnell ausgelesen hat.