Meyerhoff Lesestunde im Mesnerhaus

Seit gut einem Jahr engagiert sich eine  Gruppe lieber und äußerst kreativer, kompetenter Menschen für den Erhalt und die Renovierung des Mesnerhauses der Allerheiligenkirche Kleinschwarzenlohe.

Im Rahmen des Kulturprogramms gibt es am Freitag, 28. Februar ab 19 Uhr einen Abend rund um die Romane des preisgekrönten Burgschauspielers und Schriftstellers Joachim Meyerhoff. Doris Höreth von der Buchhandlung Pelzner stellt die 6 Teile des autobiographischen Zyklus "Alle Toten fliegen hoch" vor und geht dabei vor allem auf den neuen Band ein, "Man kann auch in die Höhe fallen". Hier flieht der Autor aus dem lauten Berlin zu seiner 86jährigen Mutter ans Meer und erhofft sich dort Trost und Zuversicht.

Da Meyerhoff viel Humor und Selbstironie schreibt, kommt man beim Lesen oder Zuhören aus dem Lachen oft nicht mehr heraus.

Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei, Spenden für die Renovierung des Mesnerhauses sind erwünscht. Bücher werden mitgebracht und können käuflich erworben werden.

calendar_clock Datum & Zeit
28.02.2025 19:00
-
21:00 Uhr
sell Eintrittspreis
Eintritt frei Spenden erwünscht
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Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke
Joachim Meyerhoff
Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke
Roman, Alle Toten fliegen hoch 3
EAN: 978-3-462-05034-9
Das Buch zum Film unter der Regie von Simon Verhoeven, mit Bruno Alexander in der Hauptrolle sowie mit Senta Berger, Karoline Herfurth, Tom Schilling u. a. Der dritte Teil der Bestsellerserie 'Alle Toten fliegen hoch': Von einem, der auszog, Schauspieler zu werden - und bei den Großeltern einzieht Die Kindheit auf dem Gelände einer riesigen Psychiatrie und das Austauschjahr in Amerika liegen hinter ihm, die Schulzeit hat er überstanden, als vor dem Antritt des Zivildienstes das Unerwartete geschieht: Joachim wird auf der Schauspielschule in München angenommen und zieht zu seinen Großeltern in die großbürgerliche Villa in Nymphenburg. Er wird zum Wanderer zwischen den Welten. Seine Großmutter war selbst Schauspielerin und ist eine schillernde Diva, sein Großvater ist emeritierter Philosophieprofessor, eine strenge und ehrwürdige Erscheinung. Ihre Tage sind durch abenteuerliche Rituale strukturiert, bei denen Alkohol eine wesentliche Rolle spielt. Tagsüber wird Joachim an der Schauspielschule systematisch in seine Einzelteile zerlegt, abends ertränkt er seine Verwirrung auf dem opulenten Sofa in Rotwein und anderen Getränken. Aus dem Kontrast zwischen großelterlichem Irrsinn und ausbildungsbedingtem Ich-Zerfall entstehen die den Erzähler völlig überfordernden Ereignisse - und gleichzeitig entgeht ihm nicht, dass auch die Großeltern gegen eine große Leere ankämpfen, während er auf der Bühne sein Innerstes nach außen kehren soll und dabei oft grandios versagt. Joachim Meyerhoff hat seine Kunst, Komik und Tragik miteinander zu verbinden, noch verfeinert. Sein Held nimmt sich und seine Umwelt immer genauer wahr und erkennt überall Risse, Sprünge, Lücken. Ein fulminantes Lesevergnügen!

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Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war
Joachim Meyerhoff
Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war
Roman, Alle Toten fliegen hoch 2
EAN: 978-3-462-04681-6
Zu Hause in der Psychiatrie - das kommt davon. Der zweite Band des Zyklus 'Alle Toten fliegen hoch' von Joachim Meyerhoff, ein brüllend komischer und tieftrauriger Familienroman. Ist das normal? Zwischen Hunderten von körperlich und geistig Behinderten als jüngster Sohn des Direktors einer Kinder- und Jugendpsychiatrie aufzuwachsen? Der junge Held in Joachim Meyerhoffs zweitem Roman kennt es nicht anders - und mag es sogar sehr. Sein Vater leitet eine Anstalt mit über 1.200 Patienten, verschwindet zu Hause aber in seinem Lesesessel. Seine Mutter organisiert den Alltag, hadert aber mit ihrer Rolle. Seine Brüder widmen sich hingebungsvoll ihren Hobbys, haben für ihn aber nur Häme übrig. Und er selbst tut sich schwer mit den Buchstaben und wird immer wieder von diesem großen Zorn gepackt. Glücklich ist er, wenn er auf den Schultern eines glockenschwingenden, riesenhaften Insas­sen übers Anstalts­gelände reitet. Joachim Meyerhoff erzählt liebevoll und komisch von einer außergewöhnlichen Familie an einem außergewöhnlichen Ort, die aneinander hängt, aber auseinandergerissen wird. Und von einem Vater, der in der Theorie glänzt, in der Praxis aber stets versagt. Wer schafft es sonst, den Vorsatz zum 40. Geburtstag, sich mehr zu bewegen, gleich mit einer Bänderdehnung zu bezahlen und die teuren Laufschuhe nie wieder anzuziehen? Oder bei Flaute mit dem Segelboot in Seenot zu geraten und vorher noch den Sohn über Bord zu werfen? Am Ende ist es aber wieder der Tod, der den Glutkern dieses Romans bildet, der Verlust, der nicht wieder gutzumachen ist, die Sehnsucht, die bleibt - und die Erin­nerung, die zum Glück unfassbar pralle, lebendige und komische Geschich­ten produziert.

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